Rheinische Röggelchen

Schon lange wollte ich mal Röggelchen backen. In meiner Jugend gab es die in jeder Bäckerei (weil die Bäcker da noch selbst backten), schön dunkel ausgebacken, mit splitternder und schön gefensteter Kruste. Ich habe ein Rezept von KETEX benutzt, aber zunächst nur mal die Hälfte des Mehls verbacken. Je nach der Gegend im Rheinland, heißen die Teile auch Schößgen (ausgesprochen: Schössjen)

Das Ergebnis: Unglaublich! Ich war so begeistert, dass ich mir die Dinger jetzt öfter backe und portioniert einfrieren werde. Ich habe eine etwas schnellere Version gewählt und mehr Hefe eingesetzt. Aber Ihr wisst ja: Mich stört Hefe nicht. Außerdem schmeckt man nach dem backen sowieso nichts mehr von der Hefe. Und der Teig treibt einfach schneller. Ich habe um 10:00 Uhr angefangen und um 13:30 waren die Brötchen fertig. Hier das Rezept:

200 gr. Weizenmehl (franz. La Banette T65)

40 gr Roggenmehl (1350)

50 gr ASG (Roggen)

25 gr Hefe

6 gr Salz

6 gr Malz

130 gr Wasser, 36º C

2 gr Bohnenmehl

Von den Zutaten einen Teig herstellen, ca. 15 Min. kneten. Die Hefe in ca. 25 gr Wasser auflösen und zum Teig geben. Dann Teigruhe 30 Minuten. Anschließen Portionen zu ca. 40 gr. abstechen und rund schleifen. Paarweise auf ein Backblech legen, zudecken und bei Zimmertemperatur ca. 40 Min. stehen lassen. Den Ofen auf 250º C vorheizen, die Brötchen mit dem Backblech in den den Ofen geben und gut schwaden. Anfänglich, in der Mitte der Backzeit und gegen Ende, die Brötchen mit der Glanzstreiche abstreichen.


Wem die 40 gr. Teiglinge zu klein sind, macht eben welche, die schwerer sind. Aber ich finde die "kleinen" Brötchen mittlerweile genau passend.

Viel Spaß beim Nachbacken! Und Kommentare zum Rezept (und zum Ergebnis) bitte unten im Kommentarfeld posten. Danke!

Die Glanzstreiche ist übrigen sehr wichtig: Man nimmt 2 EL Kartoffelmehl und gibt sie mit einer Backfolie auf ein Backblech bei 250º C in den Backofen. Wenn das Kartoffelmehl braun wird, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Dann nimmt man 2 TL und gibt sie in 100 ml kochendes Wasser. Das Ergebnis sieht dann aus wie Kaffee. Damit pinselt man die Brötchen ein.