Motel One Wien Staatsoper

Das MotelOne in der Elisabethstraße im 1. Bezirk. Neu eröffnet vor knapp einem Jahr mit einer unglaublichen Lage!

Selbst ein Fußkranker wie ich erreicht den Opernring oder den Karlsplatz in einer Zeit unter 5 Minuten und ist damit quasi "mittendrin" in Wien. In Deutschland würde man City sagen. In Wien heißt das "Innere Stadt". Viel mittiger geht es kaum noch. Man hat direkten Zugriff auf die meisten Tramlinien und 3 U-Bahn-Linien (1, 2 und 4). Ich kenne viele "MotelOne", sowohl in Deutschland, also auch im Ausland. Von den vier Hotels in Wien, kenne ich aus eigener Erfahrung jetzt zwei. Das Haus am Westbahnhof hatte eine vergleichbar gute Verkehrsanbindung. Aber der Westbahnhof liegt im 15. Bezirk und ist damit etwas weiter weg "vom Schuß". Aber zurück zum Haus in der Elisabethstraße: Das ist der Oberhammer! Unglaublich groß, mit Sitzgelegenheiten in einem Innenhof, alles Jugendstil, top renoviert und eingerichtet. Die Bar geht "um's Eck" und ist unglaublich groß. Auf der anderen Straßenseite ist der "Leberkas-Pepi" und nebendran gleich eine Bierkneipe. Was will man mehr? Die einzige Eintrübung: Die Betten! Offenbar hat MotelOne in allen Häusern die Betten ausgetauscht. Denn in Berlin habe ich das vor 4 Wochen auch erlebt. Betten, auf denen man nicht mehr sitzen kann, ohne an einer Seite runter zu rutschen. Und wenn man liegt, besonders als "Seitenschläfer", läuft man Gefahr, nachts aus dem Bett zu kippen. Also das ist nichts für mich. Leider!

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Mit dem Schienenbus auf Tour

Einmal im Jahr mit dem Schienenbus fahren - der Gipfel der "Beklopptheit" und ich mittendrin statt nur dabei! Fast immer finden die Touren in der ersten Novemberwoche statt, starten montags im Rheinland und enden freitags auch wieder dort. In den Tagen dazwischen, war der Zug beispielsweise in Dresden, Schwerin oder auch in Garmisch und hat von dort aus jeweils Tagestouren unternommen. Nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel", werden bevorzugt stillgelegte oder von der Stilllegung bedrohte Strecken befahren. Das geht im Osten der Republik natürlich besser als im Westen, weil dort der "Kahlschlag" bei den Nebenstrecken viel später eingesetzt hat (logisch). 

Die Tour für dieses Jahr (2015) ist bereits fest gebucht und angezahlt und es wird über den Harz nach Leipzig gehen. Immerhin bin ich nach dreimaliger Teilnahme bereits "Stammkunde" und werde vom Veranstalter schon mal vorab per Post invitiert, bevor die Reise im Internet erscheint, wo sich "Kreti und Pleti" anmelden können. Weil die einzelnen Wagen des Zuges in der Reihenfolge der Anmeldungen besetzt werden, hat der Veranstalter durch diesen geschickten Schachzug die Möglichkeit, die Zusammenstellung der Reisenden, zumindest im ersten Wagen, zu beeinflussen. Und das ist total wichtig! Denn in diesem Wagen "Nr. 1" sitzen die absoluten Freaks! Da steigen dann Menschen in den Zug, behängt mit Taschen, in denen sich prähistorische Landkarten und Kursbücher befinden, oder auch belegte Brote von zu Hause (für die ganze Woche!!), obwohl jeder Teilnehmer Halbpension gebucht hat!? Andere haben reichlich Video-Kassetten dabei, damit man, die Video Kamera auf dem Stativ montiert, den gesamten Streckenverlauf videotechnisch erfassen kann! Nun - der Winter ist lang (besonders in der Schweiz) - und da muss man sich Arbeit auf Halde legen. Schließlich muss das Material ja gesichtet und bearbeitet werden. In der Minderzahl sind allerdings die Damen. Hier und da sieht man eine. Aber die Mädels sehen immer so aus, als ob sie in den falschen Zug gestiegen sind... Ich für meinen Teil genieße die Fahrt - schlafe auch schon mal unterwegs ein, wofür ich von den wach gebliebenen mitleidige Blicke ernte - und benutze zur Feststellung der augenblicklichen Position unseres Zuges mein GPS-Modul und eine Karte auf meinem Tablett und komme mir da schon wie ein Alien vor.  Ich hätte mir bei meiner ersten Teilnahme nicht vorstellen können, dass man mit dem Schienenbus an einem Tag in der Tat Ziele erreichen kann, die mehr als 100 km vom Startpunkt entfernt liegen. So sind wir bei meiner ersten Tour bei der Fahrt zurück in's Rheinland so gegen 9:00 Uhr in Garmisch-Partenkirchen gestartet und waren ca. 12 Stunden später in Köln. Unglaublich. Und im letzten Jahr - dem Streik der Lokführer sei Dank - ging es ähnlich schnell von Dresden zurück in's Rheinland. Da war der Schienenbus nicht langsamer, als der IC, den ich im Juni benutzt habe, weil dieses Teil natürlich an jeder Milchkanne hält. Unser roter Flitzer ist natürlich überall durchgefahren, wenn die Fahrdienstleiter uns wohl gesonnen waren. Nur einmal, in der Nähe von Kassel,  wäre unser Zug um ein Haar von einer recht forschen, leicht angeknitterten Lehrerin samt Schulklasse geentert worden. Unser Zugchef konnte ihr aber dann am Ende dennoch glaubhaft versichern, dass es sich bei unserer Fahrt nicht um eine reguläre Bahnverbindung handelt. Immerhin: Die Touren sind immer super und mittlerweile in meiner jährlichen Urlaubsplanung ein Fixpunkt im November.

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