Guinness

Ja, ja, Argumente gegen dieses Bier? Ich kenne sie alle, sieht aus wie Altöl und schmeckt auch so. Aber, ich habe es selbst erlebt: Wenn man erst mal zwei Pint intus hat, geht's. Klar, Kilkenny ist mir auch lieber. Aber das Problem: Kilkenny gibt es hier und da, je nachdem, wie gut der Pub sortiert ist. Guinness gibt es immer und überall, zumindest in Dublin. Also, keine Experimente, gleich Guinness an der Theke geholt und gut ist. Cider wäre allerdings auch noch eine Möglichkeit. Wer Äppelwoi vertragen kann (wegen der Säure gibt es gerne mal Sodbrennen), ist in Irland auch richtig. Denn Cider gibt es auch in jedem Pub. Leider ist das Zeug für meine Verhältnisse zu oft zu stark geschwefelt, und das mag ich überhaupt nicht (wahrscheinlich befindet sich in meinem Geschmackszentrum ein kleiner Gaschromatograph, der besonders gut auf Schwefelverbindungen geeicht ist und ich daher das Zeugs in geringsten Konzentrationen schmecke). Also, wie eingangs gesagt: "One pint of Guinness, please and a half pint for the lady". Übrigens: Guinness ist für vegan lebende Menschen ungeeignet, weil das Bier mit Hilfe von Hausenblasen geklärt wird (Hausenblase = Schwimmblase vom Beluga). So steht es jedenfalls geschrieben aber ich bezweifle, dass man das heute noch so macht. So weit ich weiß, steht der Beluga-Stoer überall unter Naturschutz, weil es auch nicht mehr so viele gibt. Aber vielleicht kann man den Fisch ja mittlerweile züchten. Aber dann müsste der Beluga-Kaviar zwischenzeitlich deutlich im Preis nachgegeben haben. 

Guinness wurde 1759 von Arthur Guinness in Dublin gegründet und war die größte Brauerei der Welt. Sehenswert ist heute in Dublin das "Guinness storehouse". Die alten Produktionsstätten, umgebaut zu einem Event-Museum. Hier gibt es alles, was irgendwie mit Guinness zu tun hat oder jemals hatte und natürlich auch Kaffee und Kuchen. 

Guinness Reklame Tafeln
Guinness Reklame Tafeln
Innen im Guinness Storehouse
Innen im Guinness Storehouse

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle - auch wenn das Eintrittsgeld unverschämt teuer ist. Aber dafür gibt es am Ende in der obersten Etage (mit Aussichtspunkt über Dublin, rundum verglast) ein frisch gezapftes Guinness. Wenn man das mitrechnet, erscheint das Eintrittsgeld schon etwas moderater. Aber nur etwas.